Calima: der heiße Wüstensturm

Calima Frühlingshaftes Klima und viele Sonnenstunden zeichnen die Atlantikinsel Teneriffa aus. Das Wetter ist beständig - die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 24 und 25 Grad Celsius. Selbst in den Wintermonaten fällt das Thermometer nur sehr selten unter 18 Grad. Doch auch auf der „Insel des ewigen Frühlings“ gibt es Wetterphänomene, die nicht immer besonders angenehm ausfallen.

Calima: der heiße Wüstenwind

Wer schon einmal auf Teneriffa war, der hat vielleicht selbst schon einen Calima-Einbruch erlebt oder aber zumindest schon von dem heißen Sandsturm gehört. Calima-Warnungen werden – vor allem in den Sommermonaten – auf sämtlichen Inseln des kanarischen Archipels nicht selten ausgesprochen. Die Calima ist ein Sandsturm, bei dem starke Ostwinde feinen Sand aus der Sahara über die Kanarischen Inseln treiben. Dabei lässt ein Hochdruckgebiet, das über der afrikanischen Wüste liegt, die Temperaturen extrem ansteigen. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ihren Tiefpunkt. Zwar warnt der staatliche Wetterdienst „Aemet“ meist rechtzeitig vor dem Wetterphänomen, doch leider kündigt sich die Calima nicht immer frühzeitig an. Oft setzen die heißen Stürme, bei denen sich die Luftmassen rasch austauschen, sehr plötzlich und ohne jede Vorwarnung ein.

Selbst in der Nacht kann es vorkommen, dass die Temperaturen schlagartig ansteigen und es zu einer hohen Hitzewelle kommt.

Vorsicht: Der Sandsturm kann krank machen!

Wer denkt, der heiße Wüstenwind könne ihm nichts anhaben, der irrt sich. Die Calima kann sich negativ auf Ihre Gesundheit auswirken. Besonders gefährdet sind vor allem ältere Menschen, Kinder, Allergiker und Personen, die unter einer Lungenkrankheit leiden. Gehören Sie dieser Risikogruppe an, dann sollten Sie sich während einer Calima keinesfalls im Freien aufhalten. Bleiben Sie im Haus und halten Sie Türen und Fenster fest verschlossen. Setzen Sie sich dem Sandsturm aus, so führt das unter anderem zu einer nicht unerheblichen Belastung für Ihre Atemwege – ein trockener Husten kann die Folge sein. Empfindliche Personen bekommen oftmals kaum noch Luft und leiden schließlich unter gefährlicher Atemnot. Die Schleimhäute werden gereizt, die Nase „läuft“. Nicht selten wird von tränenden Augen berichtet. Im schlimmsten Fall können die Augen so schwer gereizt werden, dass es zu Schwellungen kommt.

  • Im - zum Glück sehr seltenen - Extremfall kann die Calima ernstzunehmende Lungeninfekte verursachen.

Werden Sie von einer Calima überrascht, und ein Aufenthalt im Freien ist nicht mehr zu vermeiden, so sorgen Sie bitte unbedingt dafür, dass Ihre Augen, die Nase und auch Ihr Mund vor dem heißen Sturm geschützt sind.

Folgen der extremen Wetterlage

Besonders in den Sommermonaten sind die Schäden, die der Wüstensturm anrichtet, teils verheerend. Der heftige Wind und die extreme Hitze richten die Vegetation zu Grunde. Feuer, die meist unbedacht und unter Kontrolle entzündet wurden, werden von dem Sturm rasch vorangetrieben. Großflächige und nur schwer löschbare Flächenbrände entstehen. Manch einer der gedacht hatte, er könne seine Felder während einer Calima besonders effektiv abflämmen, wurde schon wegen fahrlässiger Brandstiftung vor Gericht gestellt.

Die schlechten Sichtverhältnisse, die während des Sandsturms herrschen, stellen ebenfalls eine unvorhersehbare Gefahr dar. Straßen- und Flugverkehr werden extrem beeinträchtigt.

Die Ruhe nach dem Sturm: Nach der Calima wird Ihnen die Insel vielleicht ein wenig fremd erscheinen. Was vorher frisch und farbenfroh war, wirkt nun irgendwie trist und unwirklich. Ockergelb bestimmt das Bild, denn alles ist von einen feinen Sandstaub bedeckt.

Übrigens: Das Wetterphänomen kann im Extremfall mehrere Wochen anhalten! Calimas kommen im Sommer und in den Wintermonaten vor. Im Winter sind sie jedoch weniger heiß. Auf den Kanarischen Inseln wird der Wüstensturm gelegentlich als „Bruma seca“ (trockener Nebel) bezeichnet.

Wir hoffen, dass wir Ihnen keine Angst gemacht haben. Denn so häufig kommt es dann auch wieder nicht vor, dass der Wüstensturm auf Teneriffa sein Unwesen treibt.

Wie William Shakespeare schon so treffend feststellte:

Nicht jede Wolke erzeugt ein Gewitter!

Viel schlimmer trifft es die Schwalben, die von der Calima unsanft durch die Luft befördert werden. Die Vögel, die aus der Sahelzone stammen (wo die Calima entsteht) versuchen sich durch eine „Notlandung“ auf Fuerteventura zu retten. Leider ist es für die meisten von ihnen zu spät. Sie sind derart entkräftet, dass sie sterben müssen. Ein trauriges Schicksal!

Sie dagegen können sich gegen den Wüstensturm schützen und Ihren Urlaub auf Teneriffa unbeschwert genießen. Eine gute Idee ist es, sich während der Calima in den Wäldern oder an der Küste und am Meer aufzuhalten, denn dort herrschen weitaus angenehmere Temperaturen. Die Calima ist am heftigsten in Lagen ab 400 Meter über dem Meeresspiel zu spüren. Je höher sie kommen, desto heißer  wird die Luft!

Besuchen Sie uns auf Teneriffa,
wir freuen uns auf Sie!


zur Detailsuche