Ursprünglich: Fischerei auf Teneriffa

Wer sich auf den Weg macht, um Teneriffa zu erkunden, der wird - neben den belebten Tourismushochburgen - auch ruhige und idyllische Orte entdecken. Auf der sonnigen Vulkaninsel gibt es noch einige wunderschöne Fischerdörfer, in deren Häfen die großen und kleinen Boote der einheimischen Fischer vor Anker liegen. Es ist ein schöner Anblick, wenn Teneriffas Fischer mit ihren Schiffen in den frühen Morgenstunden auf den Atlantik hinaus fahren. Doch die Idylle trügt – die Fischer müssen täglich um Ihre Existenz kämpfen. Längst haben die großen Fischkonzerne hier ein lukratives Geschäft gewittert und damit begonnen, in großen Käfigen – die rund zehn Meter unter der Meeresoberfläche liegen – Edelfische zu züchten. Die kleinen Fischer müssen hilflos dabei zusehen wie ihre Lebensgrundlage schwindet, denn die niedrigen Preise der Konzerne zu unterbieten, ist kaum möglich.

Gut zu wissen:

Die Methode, Fische in großen Meereskäfigen zu züchten, nennt man in Spanien „Acuicultura“. Bedenken sollte man, dass die in Gefangenschaft aufgewachsenen Fische – die allein dazu gezüchtet werden, um nach Ihrem unnatürlichen Leben den sicheren Tod zu finden und günstig verkauft zu werden – sich von teils minderwertigen Futtermitteln ernähren müssen, die einen beachtlichen Einfluss auf den Geschmack haben und die Qualität der Fische deutlich vermindern. Es erscheint unbegreiflich, dass sich das Endprodukt so großer Beliebtheit erfreut. Mal ehrlich: Sollte statt des Preises nicht die Qualität im Vordergrund stehen?

Fischer auf Teneriffa: Ein Beruf mit Zukunft?

Eine schwierige Frage, die von vielen verneint wird. Fest steht, dass unsere Weltmeere längst überfischt sind und die Fischbestände stetig sinken. Laut Greenpeace ist inzwischen auch der Rote Thun – der vor den Küsten der Kanarischen Inseln gefangen wird und auf dem Archipel als Delikatesse gilt - vom Aussterben bedroht. Auch daran tragen die großen Fischereikonzerne die Hauptschuld, denn bei der Fischerei mit riesigen Schleppnetzen, verenden zahlreiche Jungfische. Ein nutzloser Beifang! Traurig, finden Sie nicht auch?

So ist es nicht verwunderlich, dass viele Tinerfeños die früher zum Fischen hinausgefahren sind, keinen Sinn mehr in ihrer Arbeit gesehen haben.

Nachhaltigkeit ist gefragt! Es muss sich etwas ändern: Die Fischerei auf Teneriffa muss erhalten bleiben, sie ist die Existenzgrundlage vieler Menschen und einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Insel. Der Fisch, der vor den Küsten der Kanarischen Inseln gefangen wird, wird nicht nur hier verzehrt, er landet auch auf den Tischen der Balearen.

Bewusst einkaufen

Wir können niemandem vorschreiben, wo er seinen Fisch kaufen soll, doch wir finden, dass jeder von uns verantwortungsvoll handeln sollte. Auf Teneriffa wird es den Käufern leicht gemacht, bewusst einzukaufen. Sie können sich nicht nur bei den kleineren Fischhändlern darüber informieren, wo und wie die dort angebotenen Fische gefangen wurden, Sie erhalten diese wichtigen Infos auch an den Fischtheken der großen Supermärkte.

Wer hier nicht auf einen niedrigen Preis achtet, der erhält nicht nur einen hochwertigen Fisch, sondern sorgt auch dafür, dass die traditionelle Fischerei auf Teneriffa auch in der Zukunft erhalten bleibt.

Wer sich seinen Fisch nicht selbst zubereiten möchte, dem sei ein Besuch in einem der vielen kleinen Fischrestaurants Teneriffas empfohlen. Die dort angebotenen Speisen werden aus fangfrischem Fisch zubereitet und schmecken hervorragend. Es lohnt sich, einmal etwas mehr Geld auszugeben!

Wollen Sie lieber selbst kochen, braten oder grillen? Dann empfehlen wir Ihnen am Vormittag in einem der Fischereihäfen auf das Einlaufen der Fischerboote zu warten und Ihr Essen direkt vom Kutter zu kaufen. Sie werden überrascht sein, wie viele Köche und Restaurantbesitzer dort auf die Fischer warten, um sich ihren Anteil vom köstlichen Fang zu sichern.

Die Auswahl ist groß

Können Sie sich vorstellen, dass vor den Kanarischen Inseln rund 700 verschiedene Fischarten beheimatet sind? Einige dieser Fische sind endemisch, das heißt, Sie sind nirgendwo anders auf unserer Welt anzutreffen und leben ausschließlich hier.

Zu den besonderen Spezialitäten, die vor Teneriffa gefangen werden, zählen zum Beispiel der Seehecht, die Seezunge, der Wolfsbarsch, Weiß- und Goldbrassen, der Tintenfisch (Choco), Rotbrassen, Papageienfische und Muränen.

Als besondere Spezialität der Inselgruppe gilt (nach wie vor) der bereits oben erwähnte Rote Thunfisch.

Traditionen erhalten – Ursprünglichkeit bewahren

Teneriffas Fischerei blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon die Ureinwohner der Kanareninsel wussten eine köstliche Fischmahlzeit zu schätzen. Die Guanchen fuhren jedoch nicht auf den Atlantik hinaus, um zu fischen – sie fingen ihre Fische von Land aus. Angeln oder Netze verwendeten die Ureinwohner nicht, Sie betäubten die Fische, die sich in Strandnähe aufhielten, mit der Milch der Wolfsmilchgewächse und sammelten Sie dann einfach auf.

Gut zu wissen: Auch der beliebte Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Die in der Pflanze enthaltene Wolfsmilch kann zu Hautreizungen führen.

Sicher hätten die Guanchen einen besseren Fang gemacht, wenn Sie auf den Atlantik hinaus gefahren wäre, um zu fischen. Warum Sie ihre Beute jedoch stets am Strand einfingen, lässt sich nicht zurück verfolgen. Eine These besagt, dass die Ureinwohner keine Boote besaßen, einer anderen Theorie zufolge, sollen die Guanchen sich vor Meeresdämonen gefürchtet haben, die in den Tiefen des Atlantiks ihr Unwesen trieben.

Welche der Vermutungen stimmt – und ob überhaupt eine dieser Aussagen der Wahrheit entspricht – werden wir wohl nie erfahren. Was wir jedoch können, ist den Ursprung der Fischerei auf Teneriffa auf die Zeit um 1495 zu datieren.

Blickt man auf die lange Geschichte des Fischfangs zurück, so erscheint es um so wichtiger diese Tradition zu erhalten und dafür zu sorgen, dass Teneriffas Fischer noch lange in See stechen, um die Insel mit frischem und hochwertigen Fisch zu versorgen.

Helfen Sie mit!

Wenn Sie Ihren Urlaub auf der paradiesischen Atlantikinsel verbringen, dann lassen Sie auch die Einheimischen an Ihrem Urlaubsglück teil haben und greifen Sie beim Einkauf zu regionalen Produkten. Für nur ein paar Euro mehr erhalten Sie nicht nur qualitativ hochwertige Waren, Sie sorgen zugleich dafür, dass alte Traditionen erhalten bleiben und auch die Tinerfeños vom Tourismusboom profitieren. Denn schließlich sind es nicht die großen Ferienanlagen und die gigantischen Bettenburgen, die Teneriffa zu einem Paradies machen: es ist die Ursprünglichkeit und die Natur - und es sind die Menschen, die auf der Insel leben.

Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse für „Land und Leute“ wecken konnten. Planen Sie eine Reise nach Teneriffa, so denken Sie einmal darüber nach, Ihren Urlaub in einem Ferienhaus, in einem Apartment oder auf einer Finca zu verbringen. Genießen Sie die Vorteile einer privaten Unterkunft: Tauschen Sie die überfüllte Poolanlage gegen eine ruhige Terrasse im Grünen ein und finden Sie Ihre Ruhe, ohne von aufdringlichen Animateuren zur Teilnahme an lästigen Freizeitaktivitäten aufgefordert zu werden.

Schauen Sie sich auf unserer Website um und lassen Sie sich überraschen – ein Urlaub in einer privaten Unterkunft ist längst nicht so teuer, wie Sie vielleicht denken.

Urlaub in Porís de Abona

Wenn Sie Lust dazu haben, Ihre Ferien in einem ursprünglichen Fischerdorf zu verbringen, so sollten Sie den Ort Porís de Abona kennenlernen. In dem kleinen – von unberührter Natur umgebenen – Fischerdorf im Südosten Teneriffas können Sie sich perfekt vom hektischen Alltag erholen. Genießen Sie die Landschaft und erfreuen Sie sich am strahlendblauen Atlantik. Sie finden hier nicht nur einen Fischereihafen, in der Nähe des Ortes gibt es einen schönen Sandstrand (Punta de Abona) der auch für Familien mit Kindern geeignet ist, denn der Strand fällt hier nur sehr flach in das Meer ab.

Haben Sie Fragen zu Unterkünften und Buchungsablauf? Rufen Sie uns an, wir beraten sie gerne persönlich!

Das Team von Teneriffa-Ferienhaus wünscht Ihnen einen schönen Urlaub!



zur Detailsuche