Abseits des Massentourismus: Das ursprüngliche Teneriffa

Dass der Tourismus auf den Kanarischen Inseln eine bedeutende Rolle spielt, das ist längst bekannt. Angezogen vom ganzjährig milden Klima, von der abwechslungsreichen Natur und Landschaft der Inselgruppe im Atlantik, verbringen alljährlich viele Millionen sonnenhungriger Urlauber die schönste Zeit des Jahres auf dem Archipel.

Doch auf den Inseln gibt es auch ein Leben ohne den Tourismus.

Abseits des Massentourismus: Das ursprüngliche Teneriffa

Auch wenn es vielen Urlaubsgästen auf den ersten Blick so erscheint – nicht alle Tinerfeños profitieren vom Tourismus. Nur die aller wenigsten Einheimischen können vom Urlaubsgeschäft leben. Es sind die großen Touristikunternehmen, die am Massentourismus verdienen, denn die meisten Urlauber buchen „all inclusive“ – pauschal und günstig. Niemand scheint dabei an die negativen Auswirkungen zu denken, die diese Urlaubsart mit sich bringt. Denken Sie nur einmal an die Wasserverschwendung und an die Unmengen von Abwässern, die geklärt werden müssen, um anschließend in den Atlantik abgeleitet zu werden. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass die Preise auf der Urlaubsinsel durch den Touristenboom stetig ansteigen – das macht sich nicht nur beim Einkauf von Lebensmitteln bemerkbar, auch die Mieten steigen konstant an. Wer auf der Insel lebt und einen Job im Tourismusbereich sucht, der muss damit rechnen, nur wenig zu verdienen. Schade! Haben wir nicht alle die Verantwortung, uns für soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz einzusetzen, wenn wir an einem so paradiesischen Ort unseren Urlaub verbringen?

Eine gute Alternative zu einem Aufenthalt in einer großen Ferienanlage ist es, seine Ferien in einer privaten Unterkunft zu verbringen. Wer im Urlaub in einem Ferienhaus mit Pool, auf einer Finca mit Pool oder in einem Apartment wohnt, der hat nicht nur mehr Freiraum und Privatsphäre, sondern auch die Möglichkeit, das ursprüngliche Teneriffa kennen und lieben zu lernen.

Ein Leben ohne Tourismus

Auch wenn man heute nicht mehr allzu viel davon sieht, so haben Jagd, Fischerei und Landwirtschaft in der Vergangenheit eine große Rolle auf der Kanareninsel gespielt. Der Ertrag diente dabei nicht nur der Selbstversorgung, Fisch, Getreide, Obst und Gemüse konnten gewinnbringend weiter verkauft werden. 

Heute werden noch rund 20 Prozent der Insel landwirtschaftlich genutzt. Sie finden auf Teneriffa nicht nur zahlreiche Bananenplantagen - auf der Insel werden die verschiedensten Obst- und Gemüsesorten angebaut. Besonders lecker sind die aromatischen Tomaten. Leicht haben es die Landwirte Teneriffas jedoch nicht, die Konkurrenz ist groß, denn – vor allem was die Bananen und die Tomaten betrifft – so erfreuen sich die Produkte aus Afrika und Südamerika auf dem Weltmarkt größter Beliebtheit. Wer auf Teneriffa von der Landwirtschaft leben muss, der ist zumeist von Subventionen abhängig.

Der Bananenanbau

Unternehmen Sie eine Tour über die Inseln, so werden Ihnen sicher die zahlreichen Bananenplantagen auffallen. Sie werden – besonders im Norden der Insel - üppig grüne Blätter, große Blüten und gelbe Früchte entdecken, die einen tollen Kontrast zum strahlend blauen Himmel und zum Lavagestein bieten. Ein hübsches Fotomotiv!

Die kanarische Banane (Plátano de Canarias) ist das wohl bedeutendste Obst, das auf Teneriffa (und den anderen Inseln des kanarischen Archipels) angebaut wird. Die gelbe Frucht ist einzigartig und unterscheidet sich von ihren Konkurrenten durch ihre Größe (die Plátano de Canarias ist recht klein), durch ihren hervorragend süßen Geschmack und ihre dünnere Schale – sie ist reich an Magnesium, Kalium und Eisen – entspricht jedoch (bedingt durch ihre Größe und ihr Aussehen) nicht der EU-Norm. Macht aber nichts: die gelbe Spezialität hat es dennoch in den europäischen Handel geschafft!

Übrigens: Ihr fantastisches Aroma verdankt die kanarische Banane unter anderem der hohen Lichteinwirkung, die dafür sorgt, dass sich die Zuckerbildung in den gelben Früchtchen verstärkt. Ganze sechs Monate dürfen die Bananen auf dem Archipel reifen. Zum Vergleich: In Südamerika werden die Früchte bereits nach drei Monaten geerntet.

Gut zu wissen:

Auf Teneriffa wird aus den tollen Früchten nicht nur ein leckerer Bananenkuchen gebacken, die Banane wird auch zu einem Likör (Licor de Plátano) und zu einem außergewöhnlich erfrischendem und wohlschmeckendem Bananenwein – dem Pláte – verarbeitet.

Die tolle Knolle: Kartoffeln auf Teneriffa

Neben der Banane erfreut sich auch die Kartoffel auf Teneriffa größter Beliebtheit. Auf der Insel gibt es die verschiedensten Sorten, unter anderem die Batate, eine leckere Süßkartoffel, die Azucena - die es in weiß oder schwarz gibt - die Melonera (auch Borralla), die (ebenso wie die Mora) vorwiegend im Anaga-Gebirge angebaut wird, die schwarze Papa Negra, die Torrenta und die Colorada de Bago.

Kartoffeln sind auf den Kanarischen Inseln beliebt und werden zu fast allen traditionellen Gerichten serviert – besonders beliebt sind dabei die Papas arrugadas, die kanarischen Runzelkartoffeln, die stets mit Schale verzehrt werden und zu denen verschiedene Saucen (Mojos) gereicht werden. Unbedingt probieren!

Fischerei auf Teneriffa

Probieren sollten Sie auch den fangfrischen Fisch, den Sie an vielen Häfen der Insel direkt nach dem Einlaufen der Fischerboote kaufen können. Unterstützen Sie die Fischer Teneriffas und probieren Sie die Köstlichkeiten des Atlantiks. Wenn Sie nicht selbst kochen wollen, dann besuchen Sie ein Fischrestaurant in Hafennähe, das täglich mit frisch gefangenem Fisch beliefert wird. Es lohnt sich! Als besondere Delikatesse gilt der Rote Thunfisch. Unser Tipp: Machen Sie sich einen schönen Abend auf der Terrasse Ihres Ferienhauses und grillen Sie sich einen fangfrischen Fisch. Dazu ein Glas Inselwein und der Abend ist perfekt!

Einfach lecker: Kanarischer Käse

Er ist besonders aromatisch – der Ziegenkäse, der auf Teneriffa von Hand hergestellt wird. Der Käse ist in zahlreichen Varianten erhältlich. Sind Sie auf der Insel, so sollten Sie unbedingt eine der Käsereien besuchen, in denen die Spezialität hergestellt wird. Wer möchte, der kann – alljährlich im April – die Käsemesse in Pinolere besuchen. Im Museumsdorf können Sie dann die verschiedenen Käsereien und Ihre Produkte kennenlernen.

Die Jagd

Auf Teneriffa werden vor allem Kaninchen gejagt. Die „Beute“ wird auf der sonnigen Insel anschließend zu einem beliebten und traditionellen Gericht verarbeitet: zum Conejo en Salmorejo - zum eingelegten Kaninchen. Wenn Sie Kaninchen mögen, dann sollten Sie das Conejo en Salmorejo unbedingt einmal probieren. Es ist so lecker, dass es Zeiten gab, in denen man fürchtete, das Kaninchen wäre auf Teneriffa ausgestorben, weil es von so vielen Feinschmeckern verzehrt wurde.

Kunsthandwerk auf Teneriffa

Zum ursprünglichen Teneriffa gehören nicht nur die Landwirtschaft, die Viehzucht, die Fischerei und die Jagd – auch das Kunsthandwerk hat sich seinen festen Platz unter den Traditionen längst gesichert.

Sie sollten einen Blick auf die Töpferarbeiten werfen, die auf der Vulkaninsel hergestellt werden. Das Handwerk wird auf Teneriffa bereits seit unzähligen Jahren betrieben, noch immer kommen dabei zum Teil die traditionellen Techniken der Guanchen (die Ureinwohner Teneriffas) zum Einsatz.

Sie finden auf der Insel nicht nur kunstvoll gearbeitete Textilien und wundervolle Schnitzereien, Sie können hier auch außergewöhnlich schöne Korbarbeiten erhalten oder sich ein handgefertigtes Musikinstrument anschaffen.

Auf Teneriffa werden verschiedene Kunsthandwerksmessen veranstaltet, Sie finden die wundervollen Arbeiten aber auch auf den Bauernmärkten, die vielerorts auf der Insel veranstaltet werden. Es lohnt sich, über einen der Märkte zu bummeln!

Kommen Sie zu uns auf die Insel und lernen Sie das ursprüngliche Teneriffa kennen! Wir freuen uns auf Sie!

Die passenden Unterkünfte finden Sie auf unserer Website. Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne!

Das Team von Teneriffa-Ferienhaus wünscht Ihnen

eine gute Reise und unvergesslich schöne Urlaubstage!



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