San Borondón – die verlorene Insel

Die verlorene Insel San Boródon Haben Sie je von San Borondón gehört? Die magische Insel wurde im Jahre 512 von einem irischen Mönch entdeckt. Saint Brendan, so sein Name, verzeichnete die Insel auf einer Seekarte.

Gibt es sie wirklich? Manchmal, so erzählt man sich, soll die verlorene Kanareninsel am Horizont auftauchen. Westlich von La Palma und El Hierro soll es liegen - das Inselchen San Borondón. Oder nicht? Glaubt man den Berichten des Irischen Mönches, der die Insel auf einer Seereise entdeckt haben will, dann könnte man meinen, die achte Kanarische Insel wäre real. Glaubwürdig erscheint auf den ersten Blick auch die Geschichte, die der portugiesische Seefahrer Pedro Velho zu erzählen wusste. Er will im Jahre 1570 nach einem Sturm auf San Borondón gestrandet sein. Ebenso wie der Ire Saint Brendan, der Entdecker der Insel, berichtete auch der Portugiese mit viel Begeisterung von all den wahrlich paradiesischen Eindrücken, die er auf San Borondón hatte sammeln dürfen. Er erzählte gar von menschlichen Spuren und Hieroglyphen, die er gesehen haben wollte. Plötzlich, so Pedro Velho, sei ein Nebel aufgezogen. Der portugiesische Seefahrer lichtete den Anker. Bis zu dieser Stelle, lässt sich der Bericht Velhos ohne Schwierigkeiten nachvollziehen – danach jedoch wird es abenteuerlich! Denn im Morgengrauen, so der Portugiese, sei die Insel, die er noch kurz zuvor betreten hatte, dann plötzlich nicht mehr da gewesen. Unauffindbar, verschwunden im Nichts. 

Doch damit nicht genug: Im Jahre 1759 erhielt der zu dieser Zeit amtierende Bischof einen weiteren interessanten Hinweis auf die Existenz der Insel. Der angesehene kanarische Historiker José de Nieray Clarijo, ließ ihm einen ausführlichen Bericht über die erneute Sichtung der verschwundenen Insel zukommen. Um die 40 Personen, so hieß es in dem Schreiben, sollen San Borondón gesehen haben – einer von ihnen soll der Pfarrer Don Antonio Manrique gewesen sein.

Der nächste Abenteurer, der seine Mitmenschen davon überzeugen wollte, dass die Atlantikinsel real sei, taucht im Jahre 1865 auf der Bildfläche auf. Sein Name: Edward Harvey. Sein Beruf: Naturforscher. Obgleich Harvey detaillierte Beschreibungen der Insel liefern konnte, zahlreiche Zeichnungen und sogar Fotografien vorlegte, glaubte ihm niemand. Einzige Erklärung: Er musste verrückt geworden sein!

Wahrheit oder Phantasie?

Erklärungsversuche: Während die einen das Auf- und Abtauchen der Insel auf mögliche außerirdische Aktivitäten zurückführen, versuchen andere, eine logische Erklärung für das mysteriöse Phänomen zu finden. So gibt es die These, dass San Borondón über einem besonders tiefen Loch im Atlantik liegen müsse, dass die Insel dazu bringen würde, in unregelmäßigen Abständen auf- und abzutauchen. Ein weiterer möglicher Grund, der zur Sichtung der Insel geführt haben könnte, wäre die vulkanische Aktivität, heißt es. Oder aber, es handele sich dabei um schlichte Trugbilder, die durch Spiegelungen entstanden sein könnten.

Was denken Sie: Gibt es die „Isla Mágica?

Immerhin gab es im Rathaus von Los Llanos, der größten Stadt der Insel La Palma, bereits eine Ausstellung, auf der ein maßstabgetreues Modell der verschwundenen Insel gezeigt wurde. Die Insel soll demnach ganze 40 Meilen lang und 25 Meilen breit sein. Interessant!

Wir, soviel können wir Ihnen verraten, haben die Insel bisher noch nicht gesehen. Wenn Sie neugierig geworden sind, dann kommen Sie zu uns nach Teneriffa. Vielleicht haben Sie mehr Erfolg als wir und können einen Blick auf San Borondón erhaschen.

Eine Legende besagt, dass alljährlich in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni (der Noche de San Juan) die Kontur der Insel am Horizont deutlich zu erkennen sei.

Worauf warten Sie noch?
Stürzen Sie sich ins Abenteuer und werden sie zum Entdecker.
Wir freuen uns auf Sie!


Die verlorene Insel


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