Parque García Sanabria | Parkanlage mit Skulpturen in Santa Cruz

Umgeben von den Straßen Calle Numancia, Calle Méndez Núnez, Calle Dr. José Naveiras und der Rambla General Franco liegt in der nördlichen Innenstadt von Santa Cruz der „Parque Garcia Sanabria“. Eine wunderbare, grüne, 67.230 qm große Oase voller herrlicher Flora, Kunst und viel Raum für tolle Veranstaltungen.
Sie bildet eine herrliche Mischung aus Ankommen, Schauen, Staunen, Leben und Erleben.

Der Park hat eine lange Geschichte und mit dieser soll die Reise durch den  Parque Garcia Sanabria auch beginnen.

Die Geschichte des Parks

1881 brachte der Journalist Patricio Estévan die Überlegung auf, am (damaligen) Rand der Innenstadt von Santa Cruz einen Park anzulegen. Und mit dieser Überlegung, dieser Anregung begann die Geschichte des Parks.

Zu dieser Zeit gab es eine Gesellschaft – die „Sociedad Constructora de Edificios Urbanos“ - die mit der Erweiterung der Stadt beauftragt war. Diese besagte Gesellschaft kaufte 1888 das Terrain auf dem heute der denkmalgeschützten Stadtteil Barrio de los Hoteles inkl. des Parque Garcia Sanabria.
Was folgte waren Jahre voller Überlegungen und neuer Pläne in Bezug auf die Errichtung eines Parks an dieser Stelle. Es waren viele Jahre – 43 um genau zu sein. Dann war es endlich soweit. Auf die erste Anregung aus dem Jahr 1881 begann man 1924 mit der Umsetzung des Gedankens von Patricio Estévan.

Um die Idee umzusetzen ging der damalige Bürgermeister von Santa Cruz, Santiago Garcia Sanabria, einen ungewöhnlichen Weg. Er sammelte in den Jahren 1924 – 1926 Spenden von den Bürgern der Stadt. Aber nicht nur Spenden in Form von Geld waren gern gesehen, auch mit Pflanzenstecklingen leisteten die Anwohner der Stadt ihren Beitrag für die Errichtung des Parks. Mit zusätzlichen finanziellen Mitteln, die von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt wurden, konnte dann im Jahr 1926 mit dem Anlegen des Parks begonnen werden.
Nach und nach wuchs der Park und wurde mit einem umfangreichen Bewässerungssystem und auch mit Beleuchtung ausgestattet.

Die Bürger der Stadt hatten nun einen Ort der Ruhe und Erholung voller Natur und Schönheit.

Doch irgendwann wurden dringende Sanierungs-, Renovierungs- und Umgestaltungsarbeiten notwendig. Dafür wurde der Park von 2004 – 2006 geschlossen. Diese Zeit wurde intensiv für diese umfangreichen und umfassenden Arbeiten genutzt – die eigentliche Grundstruktur des Parks wurde dabei aber nicht verändert.

Ein für Familien wichtiger Bestandteil bekam in der Umgestaltung-Phase jedoch einen Platz – es wurde ein großer und schöner Kinderspielplatz eingerichtet.

Die Struktur des Parks

Das wohl auffälligste Merkmal des Parks ist die Anordnung der Wege.
Völlig unterschiedlich und doch in einer herrlichen Symbiose vereint.

Eine Art der Weg-Anordnung ist die, dass sie in einem Weg senkrecht und in zwei Wegen diagonal verlaufen. Diese Wege sind – ähnlich der Gestaltung eines barocken Parks oder eines barocken Gartens – von, mit viel Liebe wunderschön angelegten kleinen Gärtchen und duftenden Blumenbeeten gesäumt.

Eine zweite Weg-Anordnung steht im kompletten Gegensatz zur Ersten und überrascht mit sehr bewachsenen, stets spiralförmig verlaufenden Wegen – eingebettet in völlig unterschiedlich gestaltete Landschaften.

Diese verschlungen wirkenden Wege finden sich in dem Teil des Parks der durch seinen dichten und grandiosen Bestand an Laubbäumen und verschiedenen Palmenarten besticht, sowie mit Anlagen überzeugt, die für die Kanaren völlig untypische Pflanzen aufweisen.
Hier findet man dann zum Beispiel einen Rosengarten, einen Kakteen-Garten, einen Kasuarinen-Weg (auch Känguruh- oder Keulenbaum) oder auch einen Lotusblumen-Teich in dem man das muntere Treiben der Goldfische genießen kann.

Die Wege des Parque Garcia Sanabria wurden seit 1994 mit Namen von den zehn Personen benannt, die von großer Bedeutung für das kulturelle Leben der Inselhauptstadt waren.

Ebenfalls findet man – seit der großen Renovierung – an den meisten, hier beheimateten Pflanzen, sehr auskunftsreiche Tafeln mit den wichtigsten Informationen.

Neben den vielen Pflanzen, den bunten duftenden Blumen, dem teilweise urwaldartig wirkendem Baumbestand und den romantischen Arkadengängen, gibt es im Inneren des Parks ein zentrales Denkmal zur Erinnerung an den ehemaligen Bürgermeister Santiago Garcia Sanabria, sowie drei weitere, herrliche Springbrunnenanlagen.

Auf der Süd-Ost-Seite des Parks, der zur Innenstadt hin ausgerichtet ist, lädt ein Terrassencafé zum Verweilen ein. Daneben findet sich eine interessante Uhr deren Zifferblatt mit den unterschiedlichsten Blumen, passend zur Jahreszeit, bepflanzt ist. Diese Uhr – übrigens ein Schweizer Modell – wurde 1958 gebaut und vom Dänischen Konul P. Larsen finanziert.

Der Süd-Westen des Parks lockt mit einem duftenden Kräutergarten und einem Gemisch aus spanischen und mediterranen Kräutern.

Ein weiteres Plus des Parks ist ein Terrain in der die Hundebesitzer ihre Lieblinge, in dem ansonsten Leinen-pflichtigen Park  frei laufen lassen können.

Die Kunst im Park

Neben der reichhaltigen Flora beherbergt der Parque Garcia Sanabria auch eine Fülle an Kunstobjekten, denn das Thema Kunst ist in einem großen Maße in den Park integriert.

So findet sich im Norden ein Gebäude, in dem, in unregelmäßigen Abständen, immer wieder Kunstausstellungen stattfinden. Des Weiteren ist der Park mit, zum Teil sehr wertvollen Plastiken und Skulpturen versehen. Diese werden in drei verschiedene Kategorien unterteilt:

1. In die Denkmale für wichtige Persönlichkeiten, die in Santa Cruz geboren wurden
2. Plastiken und Skulpturen die im Rahmen der Exposición Internacional de Escultura en la Calle der Architektenkammer 1973/1974 im Park aufgestellt wurden
3. Die wundervollen Plastiken und Skulpturen die nicht unter die beiden ersten Punkte einzuordnen sind. Hierzu zählen:

  • Gonzalo González, „Signos de lo natural“
  • Eladio de la Cruz, „Adolescente“
  • José Blasco, „Monumento al clima“
  • Las Estaciones 

Veranstaltungen im Park

Immer wieder finden in diesem traumhaft schönen Park die verschiedensten Veranstaltungen statt. So organisiert die Stadtverwaltung u.a. naturkundliche Führungen. Zu den Feierlichkeiten im Rahmen des „Día de la Cruz“ - am 3. Mai – werden Zelte aufgestellt, in denen Kunsthandwerk und Blumen verkauft werden, Bühnen für Musikevents und Theatervorstellungen werden aufgebaut, auf denen auch immer Programme für Kinder aufgeführt werden. Ende Mai steht die „Feria del Libro“ auf dem Programm – u.a. mit Dichterlesungen und Autogrammstunden. Der Eingangsbereich der Süd-Ost-Seite wird bei bestimmten Anlässen mit einer großen Videowand bestückt – Public Viewing für alle die Lust drauf haben und auch sonst gibt es die unterschiedlichsten Veranstaltungen.

Die Insel Teneriffa und insbesondere die Inselhauptstadt Santa Cruz haben viel zu bieten. Aber eines ist sicher, diese herrliche Oase der Ruhe und Schönheit sollte man unbedingt besuchen. Denn so kann man viel über die Stadt und die Insel kennenlernen.

Der Park ist immer geöffnet und der Eintritt ist selbstverständlich frei.

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