Teide Teneriffa | Rund um den Nationalpark El Teide

Blick auf den Gipfel des Orte auf der ganzen Welt sind von Wahrzeichen geprägt, die sich bei Städtenamen sofort in unsere Köpfe schleichen. In vielen Fällen geht es nicht darum, ob man ein bestimmtes Land bereist, sondern ob man wirklich diesen einen Turm besucht hat, den doch jeder schon einmal gesehen hat (ob im Fernsehen oder tatsächlich im letzten, eigenen Urlaub, ist dabei eigentlich völlig uninteressant).  

Sehenswürdigkeiten, besondere landschaftliche Begebenheiten und auch die traditionelle Küche eines Ortes sind Anziehungspunkte und Merkmale, die im ganz Speziellen mit nur einem einzigen Städtchen verbunden werden.

Die Wahrzeichen unserer Welt

Und wir kennen sie alle: London hat den Big Ben, Paris den Eifelturm, Pisa ist durch seinen schiefen Turm bekannt, Venedig besticht durch seine Gondeln und Verona verkörpert die Liebesgeschichte von Romeo und Julia. Berlin hat das Brandenburger Tor, San Francisco bietet die rote Golden Gate Bridge. In Mailand streckt sich der Mailänder Dom empor, der Petersdom kennzeichnet die Vatikanstadt in Italien, die Sagrada Familia das schöne Barcelona. In Peru ist der Machu Picchu Anlaufstelle vieler Touristen, die kleine Meerjungfrau ziert das ruhige Kopenhagen und Rom wäre ohne sein Kolosseum wohl nur halb so bekannt.

Teneriffas Wahrzeichen ähnelt dann aber doch viel mehr den Pyramiden von Gizeh, den Iguazu-Wasserfällen an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien oder dem Grand Canyon. Wie diese weltberühmten Orte hat auch die Kanareninsel ein Naturphänomen der Extraklasse zu bieten, das jährlich Millionen Touristen in seinen Bann zieht und zu langen Wanderungen bewegt. Ein Landschaftsareal, das rund 20.000 Hektar umfasst und neben dem Garajonay auf La Gomera, dem Caldera de Taburiente auf La Palma und dem Timanfaya auf Lanzarote den vierten Nationalpark des kanarischen Archipels im Atlantik darstellt. Der Teide-Nationalpark ist eines der größten Naturwunder der Welt und wird im Volksmund als unvergleichlicher, geologischer Schatz angesehen, der faszinierende Begebenheiten wie beispielsweise Lavaströme, Krater und Vulkanschlöte vereint. Das Spiel der Jahreszeiten verändert auf beeindruckende Art und Weise die imposante Struktur des Teide, die vor allem durch die steilen Felsformationen der sogenannten Cañadas eingegrenzt wird. Auf einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel fallen die Temperaturen im Winter häufig unter den Gefrierpunkt, während sie im Sommer dagegen um die 40 Grad Celsius erreichen können.

Ein Abenteuer jagt das nächste

Dass der Pico del Teide ein absolutes Highlight der Insel Teneriffa darstellt, ist lange kein Geheimnis mehr. Aber sind Sie sich auch der zahlreichen Möglichkeiten bewusst, die Ihnen vor allem der einzigartige Nationalpark, der bereits im Jahr 2007 zum UNESCO-Kulturerbe erklärt wurde, eröffnet? Oberste Priorität haben natürlich vorrangig die Wanderungen, die Besucher durch das atemberaubende Areal begehen. Allerdings gleicht das Gelände auch einem unbeschreiblich aufregenden Paradies für wahre Extremsportler. Ob Sie gerne Mountain Bike fahren, beim Paragliding durch die Lüfte fliegen oder an hochalpinen Felswänden klettern – Sportlerherzen schlagen hier definitiv höher und bekommen wohl nur an wenigen Orten der Welt eine so vielfältige Erlebnisplatte geboten. Besonders Naturliebhaber lassen sich von der einzigartigen Flora und Fauna wie zum Beispiel dem Natternkopf, anziehen und Eltern erleben mit Ihren Kindern eine wirklich beeindruckende Ausflugsmöglichkeit. Im wahrsten Sinne des Wortes bildet der Pico del Teide das Herz der sonnenreichen Kanareninsel.

Ich packe meinen Wanderrucksack

Zwar nicht unbedingt in das Ausrüstungsgepäck, dafür aber unbedingt an die Füße: leichte, bequeme und knöchelhohe Wanderschuhe. So gerne und selbstverständlich wie man auch an die luftigen Flip Flops gewöhnt ist, für eine Wanderung im Teide Nationalpark spielt das Schuhwerk eine entscheidende Rolle. Ebenso neigt man schnell dazu, die Sonneneinstrahlung, die im Teide Areal jedoch besonders intensiv ist, zu unterschätzen. So schmierig es also ist, die Sonnencreme gehört nicht nur in die Tasche, sondern unbedingt auch auf die Haut. Generell heißt das allerdings nicht, dass man dafür die Regenjacke zu Hause lassen sollte. Die zu überwindenden Höhenunterschiede ziehen meist starke Witterungswechsel mit sich. Die Mitnahme von Handschuhen und Taschenlampe in den Wintermonaten wir auf jeden Fall empfohlen und auch Sonnenbrille, Kopfbedeckung und ausreichend Liter an Trinkwasser zählen zum unumgänglichen Equipment.

Eintauchen in eine andere Welt

Ein Naturschauspiel, das Sie so sicherlich noch nicht erlebt haben! Ein Panoramabild, das sich in Worten wohl kaum beschreiben lässt. Von dem beliebten Teide-Phänomen muss man sich einfach selbst überzeugen. Die intensiven Farbprachten zwischen dunkler Erde, bräunlichen Felswänden und roten Blütenpflanzen spiegeln einen völlig fremden Planeten wieder. Wenn der erste Blickwinkel vielleicht auch trostlos wirkt, ein gewisser Zauber verbirgt sich doch in jedem Gebiet. Die Begehung des Nationalparks gleicht einer kindlichen Entdeckungstour. Wussten Sie, dass die kanarischen Inseln neben Hawaii und Chile unter die drei besten Orte der Welt für die Himmelsbeobachtung fallen? Bereits 1964 wurde das erste Teleskop der Teide-Sternwarte "Observatorium Izaña" in Betrieb genommen. Auf einer Höhe von 2.390 Metern liegt das Sonnenobservatorium inmitten des Teide Nationalparks. Führungen werden an verschiedenen Tagen der Woche neben Spanisch auch auf Deutsch, Englisch und Französisch angeboten. Mehr über das Observatorium Izaña...

Zwischen Schnee und Sonnenschein

Durch seine geografische Lage und geologischen Charakteristiken eines Vulkanmassivs wird der Nationalpark von besonderen Wetterbedingungen beherrscht. Während der auf Teneriffa vermeintlich kühleren Jahreszeit trifft man in höheren Lagen nicht selten auf Minusgrade und auch der Gipfel des Teide wird von einer weißen Puderzuckerschickt geziert. Je nach Intensität der Wetterlage sind dann weder die Seilbahn noch bestimmte Straßen zugängig. In den Sommermonaten hingegen darf man mit Temperaturen um die 40 Grad Celsius rechnen und sollte sich auf eine starke Höhensonne gefasst machen. Zu beachten sind auf jeden Fall die plötzlichen Wetterstürze. Temperaturen können in diesen Höhen rapide fallen oder steigen. Die Insel des ewigen Frühlings verbindet man mit einem ganzjährigen Sommer, im Teide Nationalpark bekommt man allerdings völlig andere klimatische Bedingungen zu spüren. Während in unteren Höhenregionen des Bergmassivs meist noch von einer Wolkendecke umkreist ist, ragt der Gipfel stolz daraus empor und lässt einen klaren Blick in den blauen, sonnigen Himmel zu. Besonders bei Nacht eröffnen sich traumhafte Perspektiven auf den mit Sternen gefüllten Nachthimmel.

Besucherzentren im Teide Nationalpark

Wem die Erkundung des Nationalparks auf eigene Faust nicht ausreicht, hat in zwei ansässigen Informationszentren die Möglichkeit, seine Fragen über den Teide Massiv beantworten und sein Wissen zu erweitern lassen. Hier wird man neben allgemeinem Know-how auch mit ausführlichen Dokumentationen über Flora und Fauna des Nationalparks versorgt. So verfügt die Einrichtung beispielsweise über einen kleinen botanischen Lehrpfad, in dem die heimischen Pflanzen der vulkanischen Landschaft dargestellt werden. Zusätzlich besteht die Chance, geführte Touren auch auf deutscher Sprache zu reservieren. Das weitere Besucherzentrum umfasst eine kleine Bibliothek und Buchhandlung, die unteranderem mit Wanderführern und topografischen Karten ausgestattet ist. Auch archäologische Funde finden hier ihren Platz. Diese beiden Anlaufstellen für Touristen sind ausschließlich am 25.12. und 01.01. geschlossen.

Wenn Sie sich auf dem Weg befinden, das nächste Wahrzeichen von Ihrer Denkmalsliste zu streichen, vergessen Sie nicht, das ein oder andere Urlaubsfoto zu schießen. An dieses Abenteuer werden Sie sich noch lange erinnern!

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