Rund ums Essen auf Teneriffa | Kanarische Spezialitäten

Urlaubskriterium: Essen im Ausland

Wenn man nach dem Urlaub mit Familie und Freunden zusammensitzt, bei einem Glas Wein und unzähligen Touristenfotos die letzte Reise Revue passieren lässt, tritt mit großer Wahrscheinlichkeit die beliebte Frage nach dem Wetter auf. Allerdings wird Diese mittlerweile durch das Interesse an der Qualität des ausländischen Essens verdrängt.
Mit Ihrem Teneriffaurlaub sind Sie bezüglich dieser Frage bestens abgesichert, denn die Wahl Ihres Reiseziels ist -ohne Zweifel- kulinarisch richtig. Um schon vorab über all die köstlichen Spezialitäten, die die Insel für Sie bereithält, informiert zu sein, haben wir Ihnen hier einige der Delikatessen zusammengefasst. Ob Sie die exzellenten Gerichte in romantischem Ambiente in einem der Küstenrestaurants genießen oder selbst den Kochlöffel und die Bratpfanne schwingen, bleibt Ihnen überlassen. Aber probieren müssen Sie auf jeden Fall!

Pflichtprogramm in der kanarischen Küche

➜ Mojo rojo:
Auf den Kanaren ist es nahezu unmöglich, diese Spezialität zu umgehen. Ob Fisch-, Fleisch- oder Kartoffelgerichte – die scharfe der beiden typisch kanarischen Saucen wird für gewöhnlich in einer kleiner Schale serviert. Ihren Zutaten geschuldet ist die rote Saucenvariante deutlich pikanter als ihr grüner Zwilling. Das Rezept basiert unteranderem auf Olivenöl, Knoblauch, Salz, Chili und roter Paprika.  Die kleine Köstlichkeit lässt sich beispielweise auch als Dip für Ihren nächsten Grillabend aus dem nahegelegenen Supermarkt mitnehmen.

➜ Mojo verde:
Wie auch ihr rotes Pendant reicht man diese traditionell kanarische Sauce zu eigentlich allem. Selbst das einfachste Brot wird so zum echten Highlight. Serviert wird meistens bei Zimmertemperatur. Ein festes Einheitsrezept gibt es eigentlich nicht. Je nach Restaurant oder Familie variiert die Zubereitung leicht. Allerdings gelten auch hier Olivenöl, Essig, Knoblauch, Salz und Pfeffer als Grundbasis. Farbe und Geschmack bekommt die Sauce durch eine grüne Paprikaschote, Petersilie und Koriander verliehen. In der Regel ist diese Variante etwas säuerlich.

➜ Ropa veja:
Oder mit anderen Worten auch: Alte Kleider.
Dieser Eintopf beruht tatsächlich auf reiner Inspiration und Kreativität. Der Koch geht seiner Arbeit -im wahrsten Sinne des Wortes- einfach nach Lust und Laune nach. Je nach Belieben zaubert der Küchenchef ein zusammengewürfeltes Gericht, das wohl niemals so schmecken wird wie beim vorherigen Mal. Die Zubereitung ist wahllos und trotzdem entstehen dabei kleine kulinarische Meisterwerke in den kanarischen Küchen. Um Sie trotzdem ansatzweise auf diese Spezialität vorzubereiten, fassen Wir Ihnen einige Standardzutaten zusammen, die üblicherweise in den meisten Fällen gebraucht werden: Kartoffeln, Rider Erbsen, Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte. Im Großen und Ganzen ähnelt die Vielfältigkeit dieser Delikatesse der einer Paella.

➜ Potaje Canario:
Dieser Eintopf wirkt schon deutlich strukturierter als sein Vorgänger.
Bei der kanarischen Spezialität handelt es sich vielmehr um einen bunten Gemüseeintopf, dessen Zutaten natürlich beliebig variieren und sich je nach Jahreszeit und lokalen Produkten unterscheiden können. Dazu kommt, dass auch dieses Gericht in jedem Restaurant unterschiedlich schmecken wird. Alle Hausfrauen und Köche präsentieren ihre eigenen Rezepte. Die Grundbasis des Eintopfs besteht jedoch allgegenwärtig aus Kartoffeln, Bohnen, Kürbis und viel Safran.

➜ Papas arrugadas:
Obwohl das Auge ja bekanntlich mitisst und die schrumpeligen kleinen Pellkartoffeln auf den ersten Blick nicht besonders einladend aussehen, sollte man sich die berühmte Spezialität auf keinen Fall entgehen lassen. Serviert mit den beiden typisch kanarischen Saucen mojo rojo und mojo verde schmecken die spanischen Mini Kartoffeln einfach zu jedem Essen gut. Für Kinder oder einfach echte Pommes Liebhaber können eigentlich in nahezu jedem Restaurant alternativ auch papas fritas bestellt werden. Wichtig für die Zubereitung der papas arrugadas ist es, die Runzelkartoffeln in stark gesalzenem Wasser zu kochen und auch für den Verzehr die schrumpelige Haut nicht abzupellen.

➜ Sancocho:
Dieses regionale Gericht ist ein echter Klassiker auf kanarischen Volksfesten und an lokalen Feiertagen. Serviert wird ein gesalzener Fisch (meist cherne oder corvina) zusammen mit Kartoffeln, Süßkartoffeln, mojo und gofio – wie es auf den Kanaren eben üblich ist. Dieses kalorienarme Essen ist bei den meisten canarios ausgesprochen beliebt.

➜ Pulpo a La Vinagretta / Pulpo a la Gallega:
Der Tintenfisch gehört zu den beliebten Meeresgerichten, die auf den Kanaren weggehen wie warme Semmel. Und wenn man denkt, spannender wird’s nicht, hat man sich getäuscht, denn diese Spezialität gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Ob mit Paprika und Zwiebeln oder Paprikapulver, Öl und Essig oder mit einer Art Tomatensauce als warmes Essen serviert. Um sich langsam an den Tintenfisch heranzutasten, sollten Sie vielleicht zunächst die in Mehl und Ei gewälzt und frittierte Zubereitung probieren. Die bekannten Chipirones lassen mich besonders gut mit frischer Zitrone verzehre.

➜ Conejo en salmorejo:
Nicht selten finden Sie auf den Speisekarten Teneriffas das beliebte Kaninchenfleisch, das hauptsächlich in den rustikalen einheimischen Lokalen an Ortsrändern gereicht wird. Viele der Touristen suchen sich ganz bewusst Restaurants zum Essen, die genau dieses Gericht in ihren Küchen zubereiten. Das Fleisch wird einen Tag in Wein und eine gewisse Gewürzmischung namens „salmorejo“ eingelegt, um dann mit viel Soße gegart und wie üblicherweise mit Kartoffeln serviert zu werden.

➜ Bienmesabe:
Simpel und einfach übersetzt mit: „schmeckt mir gut“. Dieses köstliche Dessert wird hauptsächlich aus Mandeln, Honig, Eiern, Biskuit Keksen, Zucker, Zimt und Zitronen angefertigt. Auch andere Varianten mit Kakao oder Sahne sind möglich. Zu Pudding oder Eis serviert schmeckt der kanarische Nachtisch besonders gut.

Teneriffa Allgemein

Neben dieser wirklich kleinen Auswahl an kanarischen Köstlichkeiten gibt es natürlich auch die allgegenwärtig bekannten Klassiker wie Queso blanco (Frischkäse), Caldo de pescado (Fischsuppe), Carbanzos (Kichererbsen Eintopf), Croquetas, Atun (Thunfisch) oder carne de cabra (Ziegenfleisch).
Eines ist sicher, verhungern auf Teneriffa ist unmöglich! Am besten Sie gönnen sich einen sehr ausgedehnten Urlaub, um möglichst viele der Spezialitäten zu kosten.

Letztlich bleibt eigentlich nur eine Frage offen: „Wem würde da nicht das Wasser im Mund zusammenlaufen?“



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