Teneriffa: Paradies für Sportfischer

Jahr für Jahr zieht es zahlreiche Aktivurlauber auf die Kanarischen Inseln. Das ganzjährig gute Wetter und die Wassertemperaturen – die selbst in den Wintermonaten noch bei rund 19° Celsius liegen - machen die Inselgruppe im Atlantik vor allem bei Wassersportlern sehr beliebt. Oft werden wir von Sportfischern gefragt, ob Sie Ihrem Lieblingssport auch auf Teneriffa nachgehen können. Aber sicher!

Hochseeangeln auf Teneriffa

Auf Teneriffa werden verschiedene Angelarten praktiziert. Beliebte Techniken sind dabei zum Beispiel das Grundfischerei (Chambel) oder das Jigging. Gut zu wissen: Jigging bezeichnet das Fischen mit einem Jig. Beim Jig handelt sich um einen Angelköder, der aus einer Bleiplatine mit einem eingeformten Haken besteht. Der Jig wird in der Regel von einem weichen Körper bedeckt, der die Fische anziehen soll. Auf Teneriffa kommen die Jigs vor allem in felsigen Tiefen von 70 bis 100 Metern zum Einsatz.

Unter der Wasseroberfläche des Atlantiks ist jede Menge los - eine Herausforderung für jeden Sportfischer! Freunde des Angelsportes können auf Teneriffa ganzjährig auf einen guten Fang hoffen, denn die Gewässer vor der Küste der Vulkaninsel gehören zu den Hauptzugrouten der verschiedensten Fische. Kein Wunder, dass die Insel bei vielen Sportfischern bereits als eine der besten Destinationen auf dieser Welt gilt.

Allein die Tatsache, dass man vor Teneriffa auf den „Blauen Merlin“ treffen kann, lässt das Herz eines jeden Anglers höher schlagen. Der „Blaue Merlin“ (Makaira nigricans) ist ein Raubfisch, der zu zu Speerfischen zählt und leicht ein Gewicht von mehr als 500 Kilogramm auf die Waage bringen kann. Der schwere Fisch, der auf Teneriffa auch als „Picudo“ bekannt ist, liebt das tropische Klima, er bevorzugt Wassertemperaturen, die zwischen 22° und 31° Celsius liegen und ist daher vor allem in den tropischen und subtropischen Bereichen des Atlantiks zu finden.

Der „Blaue Merlin“ ist nicht nur ein schwergewichtiger Bursche, er kann zudem eine Länge von rund 3,75 Meter erreichen. Nicht schlecht, oder? Sollten Sie ein Exemplar dieser Gattung am Haken haben, so sollten Sie also auf einen kräftezehrenden Kampf vorbereitet sein, denn so schnell wird der „Picudo“ sich sicher nicht von Ihnen einfangen lassen.

Wissenswertes zu Artenschutz und Fangzeiten

Es muss ja nicht gleich der „Blaue Merlin“ sein, der an Ihrer Angel hängt. Im Atlantik finden Sie schließlich noch viele weitere Fischarten. Wer weiß, vielleicht ist es ja eine Goldbrasse, die bei Ihnen anbeißt. Vor Teneriffa leben auch Thunfische, Makohaie und Schwertfische.

Bitte beachten: Der Schwertfisch darf nicht gefangen werden – er steht unter Schutz!

Wenn Sie zu einer Angeltour auf den Atlantik aufbrechen wollen, so finden Sie auf Teneriffa – vor allem in den Sport- und Fischereihäfen im Süden der Insel – zahlreiche Angebote rund um das Hochseeangeln. Die erforderliche Ausrüstung müssen Sie nicht mitbringen – die Schiffe, mit denen Sie in See stechen, haben alles an Bord, was Sie für Ihrer Angeltrip benötigen. Für das Hochseefischen, auf speziell dafür ausgelegten Schiffen, benötigen Sie weder einen Angelschein noch eine Fischereilizenz. Wenn Sie möchten, können Sie sämtliche Anbieter von Angeltoren auch im Internet finden. Auf der Website TOM'S CATCH erfahren Sie, wer mit Ihnen (von welchem Hafen aus) zum Hochseeangeln auf den Atlantik hinaus fährt. Sie finden auf der Seite eine Beschreibung zum Anbieter und Informationen zum Preis. Weiterhin haben Sie dort die Möglichkeit Ihre Angeltour direkt online zu buchen.

Die besten Fangzeiten für den „Blauen Merlin“ – und auch für den Thunfisch – liegt in den Monaten von Mai bis September. Von November bis Januar können Sie dann versuchen, eine große Bernsteinmakrelen an Ihren Haken zu bekommen. Bernsteinmakrelen – die auf den Kanarischen Inseln auch als Stachelmakrelen bekannt sind - wiegen in der Regel zwischen 30 und 50 Kilogramm und lassen sich vorzugsweise mit lebendigen Ködern locken. Das Fischen mit lebenden Ködern erfordert jedoch ein Höchstmaß an Können und Erfahrung. Anfänger sollten diese Technik daher besser nur mit der Hilfe eines Profis anwenden.

Übrigens: Geht Ihnen ein „Weißer Thun“, ein Großaugen- oder Gelbflossen-Thun an den Haken, so sind Sie dazu verpflichtet, diesen Fang beim Kapitän anzugeben.

Vom Land aus fischen

Wer ungern mit einem schaukelnden Boot unterwegs ist, aber dennoch gerne angelt, der kann selbstverständlich auch direkt an der Küste seine Rute auswerfen – denn auch hier können Sie auf einen guten Fang hoffen. Neben Barrakudas und Meerbrassen, werden hier auch häufig Riesenzackenbarsche an Land gezogen. Wichtig: Sportfischer benötigen eine entsprechende Lizenz.

Darauf sollten Sie achten:

Informieren Sie sich vor dem Fischen stets über die geltenden Vorschriften und Gesetze. Zuständig ist die Behörde für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Gewässer. Beachten Sie die Auflagen – sonst kann Ihr Angelausflug schnell zu einen echten Reinfall werden!

Was ist verboten?

Dass der Fang geschützter Arten grundsätzlich nicht gestattet ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden, oder? Zu den Fischarten, die unter Schutz stehen, zählen zum Beispiel

  • der Schwertfisch,
  • der Seehecht,
  • der „Rote Thun“ und
  • der Dianafisch.

Wir empfehlen Ihnen, sich – bevor Sie Ihre Angel auswerfen – genauestens über die geschützten Fischarten zu informieren. Denken Sie bitte unbedingt daran, dass Sie (wie bereits oben erwähnt) eine gültige Angellizenz besitzen müssen!

Na dann: Petri Heil! Passen Sie auf, dass Ihnen keine Meerjungfrau ins Netz geht!

Ab auf den Grill!

Wäre es nicht toll, wenn Sie Ihren Fang gleich zubereiten und frisch verzehren könnten? Bei den angenehmen Temperaturen, die ganzjährig auf der Vulkaninsel herrschen, macht es Spaß, auf der Terrasse oder im Garten Ihres Ferienhauses zu essen. Also: Fische ausnehmen, marinieren und ab auf den Grill. Achten Sie auf geringe Hitze. Fischfilets sollten Sie in – zuvor eingefettete - Alufolie einwickeln. Wenn Sie mögen, geben Sie Kräuter oder gewürfeltes Gemüse dazu. Wollen Sie testen, ob Ihr Fisch gar ist, so sollten Sie mit einem Messer in die dickste Stelle des Fisches stechen und sein Fleisch vorsichtig auseinander schieben. Ist das Fleisch schön weiß, dann ist die Leckerei fertig und kann serviert werden. Haben Sie einen ganzen Fischen zubereitet, so ziehen Sie sanft an der Rückenflosse. Lässt sie sich leicht herausziehen, so ist ihr Fisch perfekt gegart. Guten Appetit! Wichtig: Bis zum Grillen, sollten Sie Ihren Fisch unbedingt kühl lagern. Legen Sie ihn auf Eis oder bewahren Sie ihn in einer Kühlbox auf!

Wir wünschen Ihnen einen guten Fang!

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